Der Schlossplatz wurde zur "Gourmetmeile"

Die "Gourmetmeile" des Street-Food-Festivals mit ihren vielfältigen kulinarischen Angeboten lockte am Wochenende viele Gäste auf den Walldürner Schlossplatz..

Eine Meile entspricht im anglo-amerikanischen Maßsystem rund 1,6 Kilometern. Ganz so weit ausgedehnt war die "Gourmetmeile" des am Wochenende durchgeführten "Street-Food-Festivals" auf dem Schlossplatz zwar nicht - dennoch bot die von "nsp-eventtime" (Mosbach) organisierte Veranstaltung ein breites Spektrum interessanter Genüsse.
Wenngleich die bewusst nur für das Essen und Trinken reservierte Zeit im Zeitalter von dauerhafter Handy-Erreichbarkeit und Dauerstress beileibe nicht mehr selbstverständlich ist und es oftmals nur noch mehr zum schnellen Kaffeebecher oder zum improvisierten Frühstück im Auto reicht, zeigte das vom Stadtmarketing-Verein in die Wege geleitete Festival von Freitag bis Sonntag, dass es auch ganz anders gehen kann: Insgesamt 16 Anbieter fuhren alles auf, was man nicht jeden Tag auf seinem Teller vorfindet.


Während ungarischer Langosch - jene beliebte Mehlspeise mit unterschiedlichen Belägen von süß bis herzhaft - an der einen Ecke gereicht wurde, servierten an weiteren Plätzen dicht umlagerte Stände unter anderem so originelle wie wohlschmeckende Interpretationen schwäbischer Maultaschen, Crêpes nach französischer Art, syrische Spezialitäten, gefrorenen Joghurt, Craft-Beer, Fischweißwurst oder dick belegte Burger. Auch das in einem Kleinbus untergebrachte, laut Eigenwerbung "kleinste Steakhouse der Welt" gab sich in Walldürn die Ehre: Sein umtriebiges Personal belieferte zahlreiche Besucher aller Altersklassen mit saftigen Fleischstücken.
Wem hingegen eher der Sinn nach einem gediegenen Nachmittagskaffee sowie dem einen oder anderen Gläschen Wein stand, konnte sich auch diesbezüglich nach Herzenslust verwöhnen lassen und im ausgesprochen einladenden Ambiente verweilen. Natürlich lag bei alledem auch etwas Musik in der Luft: Zündende Live-Musik am Freitag sowie die samstägliche "DJ-Partynacht" boten mit satten Rhythmen und lockerem Groove genau das, was "Ferienstimmung" und südländische Lebensfreude ausmacht.
Auch beim Publikum kam das bestens an - teilweise legten die "Streetfood-Fans" auch weitere Strecken zurück. Aus Hessen reiste beispielsweise der 72-jährige Heinz an. Er sprach von einer "tollen Atmosphäre", die solche Festivals "immer zu einem Erlebnis werden lässt". Zum ersten Mal war sein Begleiter Franz-Werner auf einer derartigen Parade: "Es ist mal was Anderes, aber nicht unsympathisch", umschrieb er.
Und in der Tat ließ es sich bei allerhand raffinierten Kreationen für den Gaumen, Sonnenschein sowie maßvollen Temperaturen bestens leben - und auch genießen: Schließlich ist gutes Essen, wie auf der Seitenverkleidung eines der "Foodtrucks" zu lesen war, ein Bedürfnis. Und Genuss ist eine Kunst.

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com